Schubkarre und Schaufel

Dürfen Freiwillige eigentlich einfach so in Kanada arbeiten? Darf man als Besucher ein unbezahltes Praktikum machen? Für welche Tätigkeiten braucht man kein kanadisches Work Permit? Immer wieder kommen diese Fragen auf und es herrscht eine weit verbreitete Unsicherheit über die richtigen Antworten. Im Folgenden soll versucht werden, etwas Klarheit in diese unübersichtliche Materie zu bringen.

Strassenschilder bei Niagara Falls

 

Arbeitserfahrung sammeln und Sprache lernen in Kanada

 

Praktika im Ausland verbinden im Idealfall das Nützliche mit dem Angenehmen: Arbeitserfahrung im Ausland sammeln und später damit bei Arbeitgebern punkten und gleichzeitig Einblicke in die Alltagskultur erhalten, die dem Touristen meist verborgen bleibt. Und nebenher noch Land und Leute kennenlernen, Fremdsprachen aufsaugen. In Kanada braucht man da neben einer entsprechenden Praktikumsstelle in den meisten Fällen ein Arbeitsvisum. Glücklicherweise gibt es das auch zu besonders interessanten Konditionen - über International Experience Canada. Jedes Jahr gibt es hier eine quotierte Anzahl von Work Visa für Praktikum, Ferienarbeit und ausbildungsnahe Jobs in Kanada.

Absolvent

 

Studieren in Kanada ist bekanntermaßen nicht ganz billig. An Universitäten liegen die jährlichen Studiengebühren für selbstzahlende ausländische Studierende oft im fünfstelligen Can $ Bereich. Auch die Colleges sind nicht viel günstiger. Doch zum Ausgleich haben Studenten die Möglichkeit, nebenbei zu arbeiten – meist ohne Work Permit. Und für die, die langfristig mit Kanada planen, kann das Post-graduate Work Permit nach dem Abschluss den ersten Schritt ins „richtige“ kanadische Arbeitsleben bedeuten.

Strassenschilder in Montreal

 

Die exotische Alternative zu Sprachferien oder zum Schuljahr in Frankreich heißt Kanada. Und das oft zu erstaunlich günstigen Preisen. Die französischsprachige Provinz Quebec mit ihrer Metropole Montreal ist inzwischen schon mehr als ein Geheimtipp für Sprachschüler. Die eigentümliche Mischung aus amerikanischer und europäischer Kultur fasziniert jeden Besucher und weckt den Wunsch auf Spracherwerb. Aber wie steht es mit dem Visum? Gibt es da nicht eine Besonderheit in Quebec?

Männer mit Schutzhelmen

 

Kanada sieht sich selbst als Einwanderungsland. Wobei die Einwanderer auf Dauer kommen sollen und durch ihre Arbeit und Steuern dem kanadischen Staat Nutzen bringen. Dafür erhalten die Einwanderer eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, können sogar nach einigen Jahren die kanadische Staatsbürgerschaft annehmen. Ein langfristig angelegtes Geschäft auf Gegenseitigkeit. Nicht so recht ins Bild zu passen scheinen da Arbeitsvisa für Ausländer, die nur eine relativ kurze Zeit gültig sind und eine Art Gastarbeiter-Status verleihen.